INSOLVENZWAREN   •   NOTVERKÄUFE   •   SONDERPOSTEN   •   RESTPOSTEN   •   ÜBERHÄNGE   •   HAVARIESCHÄDEN

Warenarten

Postenware ist der übergeordnete Begriff für die einzelnen Posten und Postenwaren der verschiedensten Art. Ein Posten ist grundsätzlich erheblich preiswerter als reguläre Handelsware und somit fast immer ein Schnapp. Posten werden als Sonderposten und Restposten bezeichnet.

Insolvenzware

Insolvenzwaren oder auch Konkurswaren sind Waren verschiedenster Art aus Konkursmassen insolventer Firmen. Hier handelt es sich in der Regel um original verpackte neue A-Ware. Konkurswaren stammen von Firmen, die zahlungsunfähig sind und oftmals unter Zwang stehen. Der Verkaufspreis liegt immer deutlich unter dem Einkaufspreis. Die Verwertung erfolgt über einen Konkursverwalter.

Notverkäufe

In der Regel A-Ware, die dringend umgesetzt werden muss. Der Grund ist im allgemeinen ein kurzfristiger Kapitalbedarf oder auch Platzbedarf. Der Notverkauf ist im Handel die Veräußerung von Waren aufgrund einer vorübergehenden oder strukturellen Zwangssituation, die kurzfristig und schnell Liquidität erfordert. Notverkäufe erzielen in der Regel einen deutlich niedrigeren unterhalb des aktuellen Marktwertes liegenden Preis.

Sonderposten

Warenposten (in der Regel A-Ware) mit begrenzter Stückzahl. Diese Posten entstehen oftmals durch Fehleinkäufe, zu lange Umschlagsdauer oder auch Sortimentswechsel. Sonderposten-Ware ist immer erheblich günstiger als reguläre Ware. Durch massive Preisreduzierung ist ein Sonderposten immer ein Schnäppchen. Der Handel bezeichnet Sonderposten als Ware, die aus bestimmten Gründen zu Sonderkonditionen verkauft werden. Ferner entstehen Sonderposten etwa bei Warenretouren, geplatzten Aufträgen in meist hohen Stückzahlen oder auch bei Überlagerung.

Restposten

Schwindender Warenposten (in der Regel A-Ware) mit zur Neige gehender Stückzahl. Diese Posten von Restbeständen entstehen durch laufenden Abverkauf und stellen quasi den zurückgebliebenen Rest dar. Bei Bekleidung und Schuhen gibt es oftmals nur noch wenige einzelne Größen. Den somit auslaufenden Artikel gibt es in dieser Form nicht mehr nach, denn er wird im Sortiment nicht weiter geführt. Die Bezeichnung lautet Restpostenhandel oder Restpostenhändler.

Auslaufware

Auslaufende Artikel, Sortimentsumstellung, Saisonware oder Änderungen an Design, Verpackung und ähnliches oder auch Auslistung werden als so genannte auslaufende Ware bezeichnet. Der betreffende Artikel wird nicht weiter produziert oder gehandelt.

Überhänge / Überproduktionen

Zu viel georderte oder übermäßig viel produzierte Ware gilt als Warenüberhang. Die zu viel vorhandene Warenmenge wird gegenüber dem eigentlichen Verkaufspreis als Überhangsposten erheblich günstiger angeboten.

Lagerüberhänge

Bei jährlicher oder auch halbjährlicher Inventur festgestellte Warenbestände, die rasch verwertet werden sollen. Es erfolgt somit eine Inventurbereinigung. Die Waren werden z.T. weit unter Einstandspreis abgegeben, um das Lager leer zu kriegen. Denn auch bei jeglicher Lagerlogistik gilt: Palettenplätze und Regale kosten Geld.

Fehlproduktionen

In der Regel neuwertige Ware, die entweder falsch, in zu hoher Stückzahl oder auch fehlerhaft produziert wurde. Sofern die Ware mängelbehaftet ist, wird hierauf besonders hingewiesen. Insbesondere bei falsch berechneten Warenmengen spricht man von Produktionsüberhängen.

Sortimentswechsel

Änderungen im Sortiment, Wechsel des Lieferanten oder Umstellung des Warenangebotes lassen die so genannten Sortimentsposten entstehen. Hierbei kommt es durchaus vor, das es sich um Ware vom Vorjahr, ältere Ausführungen oder Modelle oder auch um nicht mehr unbedingt trendgerechte Ware handelt.

Geschäftsauflösungen

Posten aus Auflösungen oder Aufgabe des Betriebes oder auch nur Handelszweiges. Derartige Posten entstehen auch durch Aufgabe von Filialen, Umzug von Betrieb oder Lager oder auch aus Altersgründen. Zum Schluss ist dies meistens ein Ausverkauf unter Selbstkostenpreis.

Geplatzte Aufträge

Plötzliche Übermenge einer (bestimmten) Ware, die durch den ursprünglichen Käufer nicht mehr abgenommen wurde. Oftmals sind dies Posten, die aufgrund mangelnder Zahlung oder falscher Kalkulation entstehen.

Beschlagnahmte Ware

Dies sind Warenposten, die von Behörden wie etwa Zoll, Finanzamt oder durch einen Gerichtsvollzieher beschlagnahmt wurden und anschließend verwertet werden.

Auktions-Posten

Warenposten die per Auktion verhandelt werden. Diese Art des Warenverkaufs ist besonders in Holland bei den Großhändlern für Blumen beliebt. Aktionswaren Warenposten (oft in begrenzter Stückzahl) die innerhalb einer besonderen Aktion günstiger angeboten werden. Aktionsware ist in der Regel sehr schnell vergriffen.

Räumungsverkauf / Ausverkauf

Es wird Platz benötigt, alles muss raus. Ein Räumungsverkauf ist meistens die Folge von Geschäftsschließung, Umzug oder auch Umbau der Betriebsräume oder auch anderweitiger räumlicher Veränderungen. Die Warenbestände werden quasi ausverkauft.

Verpackungsschäden & 2. Wahl

Ware mit beschädigter Verpackung oder 2. Wahl, das heißt äußerliche leichte Schäden, kleine Macken wie etwa Lackschäden oder Schleifspuren, usw. sowie leichte optische Fehler. Die gedachte Nutzung des Produktes ist in der Regel nicht beeinträchtigt.

Schnäppchen-Ware

Allgemein gültige Bezeichnung für Sonder- und Restposten. Als Schnäppchen bezeichnet man einen besonders günstigen und zugleich guten gelungenen Kauf. Ein Schnäppchen birgt auch immer ein kleines Erfolgserlebnis, weil man es „geschnappt“ hat. Der Verbraucher wird hier häufig auch als Schnäppchenjäger bezeichnet.

Palettenware

Posten auf Paletten, die nur als ganzes vom Großhändler zu bekommen sind. Diese Warenmengen sind weniger für den Endverbraucher als mehr für Gewerbetreibende und somit Wiederverkäufer gedacht.

Saisonware

Geht eine Saison (in der Regel Jahreszeit) zu Ende, werden die übrig gebliebenen Warenbestände zu günstigsten Preisen abverkauft. Die Läger werden bereinigt um Platz für die kommende Saisonware zu schaffen.

Mängelware

Ist eine Ware durchgehend mit Mängeln oder einem bestimmten Mangel behaftet, wird hierauf besonders hingewiesen. Wichtig ist hierbei Art und Weise des Mangels zu kennen und somit zu entscheiden, ob die Ware noch nutzbar und folglich verkaufsfähig ist.

Ramschware

Als Ramsch oder Ramschware wird oftmals ein großer Posten bezeichnet, der megabillig unter's Volk gebracht wird. Auf den Wühltischen liegt der Ramsch und alle ramschen mit. Ramschposten entstehen meistens am Ende einer Saison und wurden früher im Sommerschlussverkauf oder Winterschlussverkauf regelrecht verramscht. Im Lager muss Platz für die neue kommende Ware geschaffen werden, den Verbraucher freut's. Exportwaren Waren und Produkte einer Marktwirtschaft, die nach außen ins Ausland geliefert sprich exportiert werden. Ein gesunder Export von Gütern stärkt die innere Wirtschaft und schafft und vor allem sichert Arbeitsplätze jetzt und in Zukunft. Durch kräftigen Export entstehen Devisen und reger Geldfluss. Aussagen über den Umgang von Exporten werden über diverse Marktdaten erhoben. Export kann über Händler (Exporteure) oder Vermittler als auch direkt über den Hersteller oder Produzenten erfolgen. Wichtig: bei sämtlichen Exportgeschäften sind gesetzliche Bestimmungen zu beachten sowie Zoll und Finanzamt zu berücksichtigen.

Importwaren

Importware ist sämtliche Ware, die von außen aus dem Ausland in das Inland geliefert wird. Die als Importeure bezeichneten Händler sind in der Regel Großhändler oder auch große Handelsketten. Importware ist in fast allen Bereichen heutiger Produktangebote zu finden. Insbesondere Schuhe, Bekleidung sowie Spielzeug und Unterhaltungselektronik kommen nahezu ausschließlich aus dem Asiatischen Wirtschaftsraum sprich vorwiegend China. Auch hier sind staatliche Vorgaben wie Importbeschränkungen, Zölle und Strafzölle sowie Kontingente oder festgelegte Einfuhrmengen strikt zu beachten. Wie beim Export ist auch der Import von Gütern und Waren jeder Art aus steuerlicher Sicht, im besonderen der Umsatzsteuer, zu betrachten.

Hinweis

Alle vorbezeichneten Warenarten werden fast immer erheblich unter dem Einstandspreis abgegeben. Posten -gleich welcher Art- belasten die Bilanz sowie die Liquidität eines Unternehmens und müssen zügig (in der Regel nicht mehr kostendeckend) an den Endverbraucher abgegeben werden. Schlecht verkäufliche Artikel oder auch ganze Produktgruppen werden solange reduziert bis sie verkauft sind. Ab einem gewissen Zeitpunkt geht der Abverkauf dann sehr schnell. Es empfiehlt sich daher, bei Kaufinteresse niemals bis zum Schluss und bis zum letzten Preis zu warten, meistens ist die Partie dann bereits völlig verkauft.

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